Chinkali aus der georgischen Küche

chinkali servieren georgische küche

So, so endlich Zeit für Chinkali!

Chinkali aka Khinkali  (georgisch: ხინკალი) ist das Erste was ausländische Gäste in Georgien zum Essen angeboten bekommen. Chinkali ist ein fester Teil georgischer Kultur und es wird keine Reise nach Georgien stattfinden, auf der nicht Khinkali und Khachapuri gegessen und als Rezept mitgenommen wird.

In Goergien ist Chinkali im Freundeskreis essen sogar eine Art Tradition – Freunde treffen sich um Chinkali zu essen, ist es im Restaurant oder zu Hause bei jemanden. Es gibt auch Wetten – wie viel Chinkali schafft man? Ich persönlich, schaffe bis max. 6 Stück und danach kann nicht mehr atmen. Ein erwachsener, kräftiger Mann würde bis zu 20 Stück schon runterschlucken können denke ich :D

Chinkali Zuberetung ist ziemlich einfach und geht ganz schnell:

  1. Teig ausrollen
  2. Teig ausschneiden als Kreise
  3. Chinkalifüllung auf den Teig legen
  4. Die Chinkali Teigtasche zusammenbinden

Zutaten für den Chinkaliteig:

  • ca. 1000 g Mehl
  • 1 Glas Mineralwasser (ohne Kohlensäure)
  • 1 Ei (damit der Teig glänzt und nicht klebt)

Zutaten für die Fleischfüllung:

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • Ab 1 Glas heißes Wasser
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • Petersilie & Koriander
  • Pfeffer & Salz

Beim Chinkali kochen ist es wichtig zu wissen, dass der Teig so richtig hart sein muss. So hart dass es unangenehm ist mit diesem Teig zu arbeiten und ihr das Gefühl habt, ihr würdet die Finger gleich brechen.

Für den Khinkali-Teig nehmt ihr ein kleines Glas lauwarmes Wasser, 1 Ei und gebt nach und nach so viel Mehl dazu, dass es nur noch Knoten hat. Aus meiner persönlichen Erfahrung, wenn es das Bio-Mehl ist, schmeckt der Teig viel besser! Bitte nehmt bloß kein Sauerteig-Mehl oder sonst was.

Es gibt zwei Wege wie Chinkali Teig zubereitet ist: entweder den Teig in einer Plastiktüte stecken und über die Nacht im Kühlschrank liegen lassen – damit die Knoten auf natürlicher Weise sich auflösen oder ihr sucht eure Kraft zusammen und knetet den Chinkali-Teig gleich.

chinkali zutaten georgische küche

Für die Chinkali-Füllung mische ich gemischtes Hackfleisch mit Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel zusammen. Je nach dem Geschmack kann man dazu kleingehackte Petersilie und Koriander geben (in den Bergen Georgiens ist es üblich Petersilie und Koriander dazu zu geben, auf dem flachen Land in Georgien werden die Gewürzpflanzen eher selten für Chinkali benutzt).

Ganz wichtig: damit die Fleischfüllung für Chinkali so richtig saftig wird kommt heißes Wasser dazu (einfaches Leitungswasser). So viel, wie viel die Fleischfüllung ertragen kann – die muss aber weich-fest bleiben und keine Suppe werden;)

Fleisch für Chinkali

Hier ist ein Bild wie der Chinkali Teig NICHT sein muss – es ist noch zu weich, dazu kommt mehr Mehl und es wird weiterhin geknetet, bis der Teig so richtig hart wird. Wie gesagt, der Teig für Khinkali muss so hart werden, dass es kaum noch zusammenzieht – es ist sehr wichtig!

teig für chinkali georgische küche

Der Teig für Chinkali wird ausgerollt – versucht so dünn wie möglich zu halten, aber zu dünn darf es auch nicht sein, weil sonst bekommt Khinkali Risse im Kochwasser.

Ich schneide den Teig sonst immer mit einem Glas aus – wenn der Teig doch zu dick gewesen ist, ihr könntet die Kreisformen noch weiter ausrollen.

teig für khinkali ausschneiden georgische küche

Nachdem die Kreise ausgeschnitten sind, die Füllung für Chinkali drauf legen und einen Sack mit dem Teig binden. Die Falten müssen möglichst klein sein. In Georgien sagt man dass im Idealfall hat ein Khinkali 19 Falten.

khinkali zusammenbinden georgische küche

die Chinkali-Taschen kommen dann ins kochende Wasser. Solange sie auf dem Topfboden liegen, sind die noch nicht fertig.

Sobald die Chinkali-Täschchen auf der Wasser-Oberfläche schwimmen, dann sind die gekocht und servierfertig.

chinkali im topf georgische küche

Wer Pfeffer mag, kann noch fertige Chinkali mit Pfeffer überstreuen und so servieren.

chinkali servieren georgische küche

Chinkali wird heiß mit Hand gegessen ohne Besteck.

Man hält Chinkali wenn Pro mit einer Hand (;)) oder mit beiden und beisst vorsichtig an der obersten Kante.

An der obersten, weil die Chinkali-Füllung saftig ist und sonst die Flüssigkeit rauskommt.

So, einmal vorsichtig Chinkali reinbeissen und dann gleich die ganze Flüssigkeit aussaugen.

 

Viel Spaß beim Nachkochen und schreibt in die Kommentare wie Chinkali euch geschmeckt hat!!:)

  11 comments for “Chinkali aus der georgischen Küche

  1. Sibylle Schönemann
    11. Januar 2018 at 12:15

    hallo, ich finde Deine Kochrezepte sehr verlockend.! Wunderbar, dass Du das machst und uns Dein Land näher bringst. Danke!
    Ich habe neulich zum ersten Mal georgisch gegessen, in einem Restaurant in Berlin. Es war köstlich.
    Wir essen vegetarisch und dafür gab es ein sehr vielfältiges Angebot.
    Zum Beispiel habe ich Rote Bete und Karotten/Mohrrüben kleingehackt mit Walnüssen und Walnußsauce gegessen. Jetzt suche ich diese Rezepte…kannst Du mir helfen?
    Ich freue mich auf Deine Antwort.
    Schöne Grüße aus Potsdam von Sibylle

    • Sophiko
      Sophiko
      3. Februar 2018 at 13:56

      Liebe Sibylle,

      das freut mich sehr zu hören!

      Ich werde die Tage vegetarische Rezepte auch hochladen!

      Liebe Grüße aus Frankfurt,
      Sophiko

  2. Christian Wagner
    31. März 2018 at 16:39

    Hallo liebe Sophiko,
    ein tolle Seite hast du da. Wir waren dieses Jahr in Gudauri beim Skifahren.
    Das Essen dort war IMMER phänomenal. Mehrmals habe ich dort als Side dish „Rice with vegetables“ gegessen. Einfacher Gemüsereis, aber fantastisch gewürzt.
    Leider habe ich nicht nach dem Rezept gefragt und Google kann mir hier auch nicht weiterhelfen. Weißt du, wie man diesen Reis zu einem richtigen, georgischen Gemüsereis macht? Falls Du mir hier ein Rezept verraten könntest, wäre ich dir sehr dankbar.

    Schöne Grüße aus Bayern,
    Christian

    • Sophiko
      Sophiko
      1. April 2018 at 19:34

      Hallo lieber Christian,

      vielen lieben Dank!

      Es freut mich sehr, dass der Reis Dir so gut geschmeckt hat, aber ehrlich gesagt, es gibt keine traditionelle Reis-Spezialitäten in Georgien. ჭeder traditionell gewürzt noch ein Rezept von Oma.

      Was ich mir allerdings als Gewürze dafür vorstellen kann ist eine Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Schabzigerklee ( in Georgien nennt man es uckho suneli, in Deutschland bei Edeka zu kaufen), Sojasoße, Senf, Öl, Chiliflocken, Salz & Pfeffer.

      Probiert es doch aus und falls es Dir dann nicht schmeckt, frag doch bei der Gaststätte nach, wo Du es gegessen hast:)

      Liebe Grüße
      Sophiko

  3. Manuela
    13. Juli 2018 at 15:22

    Liebe Sophiko, wir sind gerade in Georgien und probieren uns jeden Tag durch die georgische Küche. Es ist alles sehr lecker und frisch! Zu meiner Geburtstagsfeier möchte ich meine Freundinnen gerne mit georgischem Essen überraschen. Hättest du vielleicht ein Rezept für Tashmijabi? Würde mich sehr freuen! Liebe Grüße aus Mestia, Manuela

    • Sophiko
      Sophiko
      23. September 2018 at 0:31

      Liebe Manuela,

      Tashmijabi ist viel mehr bekannt als Elarji!

      Hier das Rezept:
      200 g grob gemahlener Mais
      600 g georgischer Käse Sulguni
      Maismehl (so wie es benötigt)
      Salz

      Zubereitung:

      Grob gemahlenen Maismehl so viel Wasser dazu geben, dass es gerade bedeckt – und bei niedriger Hitze köcheln lassen.
      Das Wasser so oft nachfüllen, bis es gekocht wird -(es dauert ca. 40 Min) dann gemahlenen Maismehl dazu geben, damit es dickflüßig wird.
      Und ganze Zeit/regelmäßig umrühren nicht vergessen! 10 Min danach den länglich geschnittenen Käse dazu geben und weiter umrühren bis der Käse etwas die Form verliert und sich mit der Masse mischt. Dann muss man die Masse hochziehen mit einer Löffel und wenn es klebrig ist und wie ein Kaugummi sich ziehen lässt und nicht mehr bricht, ist es fertig! :)

      Schreib bitte ob es geklappt hat mit Elarji!

      Liebe Grüße
      Sophiko

  4. Angelika
    15. September 2018 at 13:30

    Es gibt seit kurzem ein sehr schönes Kochbuch mit georgischen Rezepten auf Deutsch.
    Supra von Tiko Tuskadze, erschienen bei ars vivendi 9783869139784. Ich habe schon einiges daraus ausprobiert. Sehr sehr lecker. https://www.osiander.de/webdb/index.cfm?osiaction=details&id=KNO2018042003428&source=UWK

    • Sophiko
      Sophiko
      23. September 2018 at 0:34

      Liebe Angelika,

      vielen Dank für den Hinweis!

      Liebe Grüße
      Sophiko

  5. Stefanie Kleinheins
    21. September 2018 at 12:52

    Hallo Sophiko,

    ich bin auf deiner Seite gelandet, weil ich für meine Reisegruppe zur Frankfurter Buchmesse einen kleinen
    süßen Snack, da das Gastgeberland dieses Jahr Georgien ist. Ich habe bis jetzt leider nur herzhafte und vor
    allen Dingen Rezepte für warmes Essen gefunden. Das Auffädeln von Haselnüssen stelle ich mir sehr
    schwierig vor. Hast du ein Rezept für mich? Man muss es kalt essen können, es muss in Portionen teilbar sein und man muss es mit der Hand essen können (Servietten habe ich dabei) und es soll süß sein, Wäre toll, wenn du was für mich hättest.

    Viele Grüße
    Stefanie Kleinheins
    (Buchhandlung: Kleinheins Buch & Papier)

  6. Rimute
    14. Oktober 2018 at 16:52

    Hallo liebe Sophiko 😊.
    Die Khachapuri mache ich nach Deinem Rezept schon lange. Heute habe ich mich entschieden Khinkali kochen zu probieren. Es ist sehr gut mir gelungen! Hat super alles gecklapt😊.
    Mein Mann hat natürlich mit Pfefer gegessen ,meine Tochter hat Natur Joghurt dazu genommen aber sind beide zufrieden gewesen und mir hat auch gut geschmeckt.
    Vielen vielen Dank für tolle Rezepte und guten Tips,wie man richtig alles macht.
    LG Rimute aus München

    • Sophiko
      Sophiko
      15. November 2018 at 15:35

      Liebe Rimute,

      es freut mich sehr zu hören!:)

      Liebe Grüße
      Sophiko

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